Rechenmaschinen im HdMa

27. Februar 2014

Besucher/innen des Haus der Mathematik haben schon einmal mit der alten Staffelwalzenmaschine aus dem Jahr 1908 rechnen können.
In den HdMa On Tour – Kisten enthalten ist auch eine Sprossenradmaschine.

Das Grundprinzip dieser Art von Rechenmaschine wurde wie schon die Staffelwalze von dem berühmten Philosophen und Mathematiker Gottfried Wilhelm Leibniz angedacht.

Beginnend im 18. Jahrhundert entwickelten sich die Sprossenradmaschinen immer weiter bis sie ca. ab dem 20. Jahrhundert die Vorherrschaft auf dem europäischen Markt übernahmen.
Im Haus der Mathematik und auch in den HdMa On Tour Kisten findet sich eine Rechenmaschine der Firma Odhner, ca. aus den 50er Jahren. Der Vorteil der Sprossenradmaschinen gegenüber den Staffelwalzenmaschinen war ihre vergleichsweise geringe Größe bei gleichzeitiger Möglichkeit Zahlen mit mehr Stellen zu bearbeiten. Von innen betrachtet sieht die Mechanik so aus:


Schön zu sehen sind oben die nebeneinander senkrecht montierten Sprossenräder, die das Einstellwerk bilden und über weitere Zahnräder mit dem unterhalb liegenden Ergebniswerk verbunden sind.

Das Rechnen mit einer solchen Maschine führt sehr einleuchtend die Funktionsweise der Rechenoperationen vor Augen – Addieren als „Dazugeben“, hier als „Dazukurbeln“ oder auch Multiplikation als wiederholte Addition.

Unter folgendem Link der Universität Würzburg kann man das Rechnen mit einer Sprossenradmaschine ausprobieren: interaktive Rechenmaschine

Ein einfaches Einstiegsbeispiel zur Addition: Zum Einstellen der ersten Zahl einfach auf die Stellen im Einstellwerk (dahinter liegen die Sprossenräder) klicken, auf die Kurbel klicken um diese ins Ergebniswerk zu überführen und danach die zweite Zahl im Einstellwerk einstellen und wieder ins Ergebniswerk kurbeln – schon hat man fertig addiert.
Und wie funktioniert die Subtraktion? Wie kann multipliziert werden?
Viel Spaß beim Tüfteln!

 

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